Weingut / Böden

Die Hauptbestandteile unserer Böden

Das Weinanbaugebiet Nahe hat deutschlandweit die größte Bodenvielfalt und die engräumigsten Wechsel vorzuweisen. Mehr als 180 Bodenvarianten werden vermutet.

Herkunftsbezeichnungen haben im deutschen und im europäischen Weinbau eine lange Tradition und eine große Bedeutung. Auch in Deutschland wird dafür zunehmend der Begriff „Terroir“ verwendet. Die direkte Übersetzung des Wortes aus dem französischen bedeutet „Boden, Erdreich, Ursprung, Herkunft, Lage, Weinberg“. Sie greift zu kurz. Der Begriff steht für die Ganzheit der Wirkungen von natürlichen Standortfaktoren und dem Einfluss des Winzers auf den Stil eines Weines. Er umfasst Standortfaktoren wie die Bodenart, den Wasserhaushalt oder die Zahl der Sonnenscheinstunden, aber auch die Sortenwahl oder spezifische An- und Ausbauverfahren. Terroir bedeutet demnach mehr als Boden. Terroir bedeutet „die Herkunft schmecken“. Der Begriff Terroir wird daher nicht allein für Wein, sondern für eine Vielzahl von Agrarprodukten benutzt. (Quelle: Weinland Nahe)
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Konglomerat

Konglomerat bildet imposante Felsformationen, die das Landschaftsbild der Nahe prägen. Als vor 280 Mio. Jahren das Naheland eine Wüste war, wurde bei den seltenen, aber heftigen Regengüssen Gesteinsschutt aus dem Hunsrück in die Naheebene geschwemmt. Dieser Schutt wurde mit der Zeit zu Konglomerat verfestigt. Der leicht erwärmbare Boden bildet im Wein feine Aromen von Pfirsich, Aprikosen und gelbem Apfel. Die langlebigen Weine bestechen durch würzige Noten, rassige Säure und intensive Mineralität. Als edelsüße Weine zeigen die Rieslinge zudem noch tropische Aromen.
z.B: Dorsheimer Goldloch

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Quarzit

Der Soonwaldquarzit tritt in besonderer Intensität an der unteren Nahe auf. Aus zunächst zu Sandstein abgelagerten Flusssedimenten entstand bei der Gebirgsbildung durch hohen Druck und Temperatur der besonders harte Quarzit. Die steinigen Böden bilden im Wein feinste Pfirsich-Aprikosen-Nuancen und gleichzeitig markante Fruchtsäuren. Der Weintyp ist der filigrane, leicht lebendige Riesling mit einer frischen Säurestruktur.
z.B: Dorsheimer Pittermännchen und Bingerbrücker Römerberg

Schiefer

Schiefer

An der unteren Nahe findet man einen weißlich bis rötlichen Lehm, der gar nicht an Schiefer erinnern will. Als sich ein großes Meer im Zeitalter Devon zurückzog, legte es Schiefer frei, der danach heißfeuchten Klimaten ausgesetzt war. Dies führte zu einer intensiven chemischen Verwitterung und aus dem harten schwarzgrauen Tonschiefer wurde ein mürbes, bunt gefärbtes Gestein. Rieslinge von diesem Boden entwickeln Aromen von Zitrone, Grapefruit und Pfirsich, hinzu kommt eine charakteristische kräutrige Note. Markant sind auch die Fruchtsäure und die Mineralität, die die langlebigen Weine schlank und filigran machen.
z.B: Burg Layer Schlossberg und Münsterer Pittersberg

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