Die Weine von Conte Loredan Gasparini aus Venegazzù zählen zu den Klassikern der italienischen Weinkultur. Die Geschichte geht zurück auf Piero Loredan Gasparini, einen direkten Nachfahren des venezianischen Dogen Leonardo Loredan (1436–1521 a.D.). Die Dogen von Venedig galten als die Könige von Venedig.
1946 pflanzte Conte Loredan Gasparini nach einer Reise ins Bordeaux auf dem Familiengut Cabernet-Sauvignon-, Cabernet-Franc-, Merlot- und Malbec-Reben – mit dem Ziel, einen mächtigen Rotwein nach Bordeaux-Vorbild zu keltern. Damit war er der Erste in Italien, der diese Rebsorten zusammen in eine typische "Bordeaux-Cuvée" kelterte.
Nach dem außerordentlichen Erfolg seiner Weine folgten seinem Beispiel viele andere Produzenten – allen voran die Winzer aus der Toskana mit ihren sogenannten "Supertuscans", wie zum Beispiel Sassicaia oder Masseto.
Anfang der 1960er Jahre wurde dem damaligen französischen Präsidenten Charles de Gaulle im Hotel Gritti bei einem seiner Staatsbesuche in Venedig der Top-Wein von Loredan Gasparini kredenzt. Der Weinliebhaber De Gaulle war begeistert und dachte, nachdem er den Wein probiert hatte, dass man ihm zu Ehren einen Top-«Grand Cru» aus Bordeaux serviere.
Die Verwechslung durch Charles de Gaulle verlieh dem Rotwein von Piero Loredan endgültig Kultstatus und er gilt seither als einer der besten Weine Italiens.
1972 verkaufte Piero Loredan Gasparini das Anwesen an den Textilindustriellen Giancarlo Palla. Heute wird das Weingut von dessen Sohn Lorenzo geführt.
Die Weine von Loredan Gasparini werden auch heute noch voller Stolz bei offiziellen Anlässen, wie Staatsbesuchen, an die jeweiligen Regierungschefs und Staatsoberhäupter ausgeschenkt.