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Sommerhitze 2018: Super-Weinjahr für deutsche Winzer

Der deutsche Sommer 2018 ist extrem heiß und die wärmeliebenden Reben gedeihen so schnell wie noch nie zuvor. „Deutsche Weinlese so früh wie nie“ schreiben bereits die Zeitungen und Fachmagazine. Aber noch ist offen, ob 2018 auch qualitativ ein Super-Weinjahr wird.

Dass 2018 ein Rekordjahr für den deutschen Wein wird, steht jetzt bereits fest. Noch nie konnten deutsche Winzer so früh im Jahr die Ernte einfahren. Doch wer sich schon länger für Wein interessiert, weiß: Auch 2003 war der Sommer sehr heiß, die Ernte sehr früh, aber der spätere Wein eher so naja. Unausgewogen, stumpf, ohne ausbalancierte Säure, langweilig, lauteten die Urteile der Weinliebhaber. Der Konsument bekam davon natürlich relativ wenig mit, denn der Handel bedient sich aus der ganzen Welt und so kamen damals eben einfach Weine aus anderen Weltregionen in die Flasche.

Floppt der Jahrhundertjahrgang doch noch?

In den nächsten Wochen entscheidet sich, ob 2018 ein Super-Weinjahr in Quantität und Qualität wird. Regen wäre jetzt gut, um den Reben nochmal einen Energieschub für die letzten Meter zu geben. Schüttet es jetzt aber peitschenden Regen, drohen die reifen Trauben aufzuplatzen und den ihnen innewohnenden Geschmack auf die Weinberge zu ergießen. Bleiben also Extremniederschläge bis zum Ernteabschluss Ende November aus, hat der Jahrgang 2018 ein Potenzial zum Jahrhundertwein.

Wirtschaftsfaktor Wein

Insbesondere für Rheinland-Pfalz, das über die deutschlandweit größten Weingüter verfügt, ist der Wein nicht nur ein Genuss, sondern auch ein Wirtschaftsfaktor. Die 64.174 Hektar Anbaufläche bescherten dem Bundesland zuletzt Export-Einnahmen in Höhe von 300 Millionen Euro. Mengenmäßig ist das zwar bescheiden, aber deutscher Wein punktet seit jeher durch seine Qualität und die dadurch höheren Preise. Ähnlich wie ein Mercedes steht „Wein aus deutschen Landen“ im Ausland für höchste Qualität. Doch der globale Weinmarkt ist hart umkämpft. Gerade die heißen Überseeländer haben keine Mühe, den Liter Wein für unter einem Euro anzubieten. Unmöglich für deutsche Winzer. Um die hohen Preise zu rechtfertigen, setzen deutsche Winzer auf Qualität statt Quantität.

Weinernte Jahrgang 2018

Die Welt liebt deutschen Weißwein

Vor allen Dingen erzielt unser deutscher Riesling im Ausland Spitzenpreise. Ob lieblich oder trocken, Weinliebhaber schätzen seine fruchtige Feinheit und rassige Säure. Doch gerade die kann durch zu viel Hitze schnell verblassen. Der Riesling braucht das Temperaturwechselspiel, um seinen einzigartigen „cool-climate“ Stil zu entwickeln.
Gewiss ist bisher nur der historisch früheste Zeitpunkt für die Traubenlese. Doch wenn alles gut läuft, ist 2018 auch qualitativ ein absolutes Superjahr für deutschen Wein. Wir blicken also auf den Himmel über den deutschen Weinbaugebieten und hoffen auf Regen, aber bitte nicht zu viel auf einmal.

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